Rennen um die Meisterschaft wird immer spannender

Das Rennen um die Meisterschaft in der Westfalenliga der Sportkegler ist spannender denn je. Überraschend büßte der SC Reckenfeld als Tabellenführer mit 2:1 (44:34/ 4612:4430) einen Punkt ein gegen das Liga-Schlusslicht SF Augustdorf, während sich die Verfolger aus Greste und Tecklenburg schadlos hielten.

Die bislang schwächste Saisonleistung auf den heimischen Bahnen im Irodion kostete die Reckenfelder den wichtigen Zusatzpunkt gegen überraschend starke Gäste aus Augustdorf. Für den SCR bedeutete das den ersten Punktverlust auf eigenen Bahnen seit November 2015.
Die Gäste verdienten sich den Punktgewinn durch zwei starke Ergebnisse jenseits der 800er-Marke: Jürgen Wiebusch (802 Holz) und Björn Brinkmann (801) erzielten am Sontag die höchsten Zahlen des Tages, während auf Reckenfelder Seite lediglich Udo Reinker mit 798 Holz dieses Niveau erreichte.

Marc Schelhove (776), Björn van Raalte (773), Jonas Müller (770) und Robin Graes (769) spielten zwar allesamt nicht schlecht, aber eben auch keine Spitzenzahlen. Frank Reinker kam auf schwache 726 Holz und musste sich damit auch Augustdorfs Udo Keeb (741) geschlagen geben. Abgeschlagen blieben bei Augustdorf Olaf Fischer (713), Ralf Erfkamp (664) und Karl-Heinz Raeder (709).

Die Spitzengruppe der Liga ist damit noch enger zusammen gerückt. Reckenfeld und Greste liegen punktgleich vorn, wobei Greste schon ein Spiel mehr absolviert hat. Die besten Chancen auf die Meisterschaft hat aber möglicherweise die KSG Tecklenburg II, die zwar fünf Punkte Rückstand aufweist, aber ein Spiel weniger absolviert hat als der SCR.

Erfolgreich waren die Kreisliga-Kegler des SC Reckenfeld II, die bei RSK Versmold III glatt mit 3:0 (22:14/2627:2550) gewannen. Matchwinner auf Reckenfelder Seite war ausgerechnet der Spieler mit dem schwächsten Ergebnis an diesem Tag: David Ender war aufgrund einer Verletzung eigentlich nur mitgefahren, um eine Spielabsage zu vermeiden. Weil die Reckenfelder dank der starken Zahlen von Jonas Müller (748) und Hendrik Nytz (705) aber deutlich führten, biss der 15-Jährige auf die Zähne und spielte seinen Durchgang quasi aus dem Stand zu Ende: 471 Holz standen schließlich für ihn zu Buche. Doch das reichte, weil Fabian Howe ordentliche 703 Holz ablieferte, so dass die SCR-Reserve am Ende 77 Holz Vorsprung ins Ziel rettete.