In der Karate-Hauptstadt Dresden

Wie schon im vergangenen Jahr wurde Dresden in der vergangenen Woche wieder zu Deutschlands Karate-Hauptstadt: über 120 Karateka trafen sich zum Sommer-Gasshuku, einem viertägigen Lehrgang, der den Höhepunkt im Karate-Jahr bildet. Auch vom Dojo Kamakura waren vier Schüler inklusive Dojoleiter Markus Boy Sensei (4. Dan) mit dabei, um gemeinsam zu trainieren und Gürtelprüfungen abzulegen.

Neben Bundestrainer Akio Nagai Shihan (9. Dan) konnten mit dem italienischen Bundestrainer Masaru Miura Shihan (9. Dan) und Yasuyuki Aragane Shihan (8. Dan) als Gasttrainer gewonnen werden, was Training der Extraklasse und anstrengende Tage versprach.

Aragane Shihan eröffnete die erste Trainingseinheit mit dem Kihon, den Grundtechniken. Besonderen Wert legte er auf korrekt ausgeführte und starke Angriffstechniken im Training mit dem Partner – nur so kann der Angegriffene seine Abwehrtechniken verbessern.

In der zweiten Trainingseinheit des Tages widmete sich Miura Shihan den Schwarzgurten und brachte ihnen seine eigene Technik näher, die ganz ohne große Bewegungen und viel Kraft auskommt und daher auch für ältere und körperlich unterlegene Kämpfer effektiv eingesetzt werden kann.

Am zweiten Trainingstag vertieften die beiden Gastinstruktoren das Gelernte noch einmal, ehe am Samstag die Gürtelprüfungen folgten. Nachdem sich die Farbgurte Nagai Shihans Urteil stellten, folgten als Höhepunkt des Lehrgangs die Schwarzgurtprüfungen, die im Verband nur einmal im Jahr abgehalten werden.

Zunächst trat Kamakura-Schülerin Petra Möllenkamp bei der Prüfung zum ersten Dan an. Die intensive Vorbereitung zahlte sich aus, sie könnte die drei japanischen Großmeister überzeugen und schaffte so den Sprung vom Braun- zum Schwarzgurt.

Bei den Prüfungen zum zweiten Dan bewies anschließend Christian Sandmann sein Können beim anspruchsvollen Prüfungsprogramm und bestand ebenfalls.

Ein weiteres besonderes Ereignis folgte im Anschluss: Eugen Landgraf Sensei trat zur Prüfung zum achten Dan an und beeindruckte Prüfer und Zuschauer gleichermaßen mit seinem Karate. Nach dem Bestehen ist er nun bundesweit der höchstgraduierte Karateka nach Bundestrainer Nagai Shihan und einer von sehr wenigen Karateka überhaupt, die diesen Rang erreichen.

Dementsprechend wurde bei der anschließenden Lehrgangsfeier bis spät in die Nacht gefeiert, ehe es am Sonntag bereits um neun Uhr zur letzten Trainingseinheit ging. Erneut stellte Aragane Shihan ein abwechslungsreiches Programm zusammen, um den Trainierenden neue Impulse zu geben.

Am späten Vormittag traten die erschöpften, aber zufriedenen Karateka den Heimweg in die wohlverdiente Sommerpause an.

Wer Interesse daran hat, Karate zu erlernen, der ist bei Kamakura jederzeit zu einem Probetraining willkommen. Weitere Infos: www.kamakura-warendorf.de oder beim örtlichen Sportverein www.sc-reckenfeld.de