SC Reckenfeld Karateka trainieren Schwertkampf

Am vergangenen Samstag trainierten Stefan Goldmann (2. Dan) und Klaus Lanwehr
(3. Dan) vom Esaka Dojo Münster mit den Karateka des Dojo KAMAKURA die traditionelle
japanische Schwertkampfkunst, genannt Iaido.


Dojoleiter Markus Boy (4. Dan) vom SC Reckenfeld legt Wert darauf, dass seine Karateka
über den Tellerrand hinausschauen und auch verwandte Kampfkünste kennenlernen.
Iaido bedeutet frei übersetzt soviel wie „der Weg, einer Situation vollständig zu entsprechen“
wobei gemeint ist zu lernen das Schwert aus jeder erdenklichen Situation ziehen zu können
und aus jeder Konfrontation als Sieger hervorzugehen. Im Mittelpunkt des heutigen Iaido
steht neben Perfektion der Technik insbesondere ein mentaler Lernprozess. Die
Bewegungsabläufe sehen einfach aus, sind jedoch enorm komplex. Über Jahrhunderte
hinweg wurde jede der Kata bis in das kleinste Detail des Bewegungsablaufes, der äußeren
wie inneren Haltung und Atmung durchdacht und optimiert. Viele kleine Details greifen
ineinander und wollen in ein harmonisches und stimmiges Ganzes koordiniert werde. Bei
gutem Iai sieht und spürt man diese angestrebte Einheit von Körper, Geist und Schwert (ki
ken tai no ichi)


Nachdem die Trainingsleiter Klaus und Stefan den Karateka die wichtigsten Begriffe und das
richtige Halten des Katana (das japanische Schwert) erklärt hatten, zeigten sie zunächst eine
Kata, die sie dann mit den Karateka in der ersten Trainingseinheit einstudierten. Hierfür
ließen sie die Karateka mit Übungsschwertern aus Holz, genannt Bokken, zunächst einige
grundlegende Bewegungen einstudieren. Die Grundbewegung wurde beim Aufwärmtraining
mit traditionellen Suburi mehrmals wiederholt, so dass der Körper sich langsam an das
Führen des Schwertes gewöhnen konnte. Diese Sequenzen wurden dann zu einer Kata
zusammengefügt, so dass die Karateka bereits nach der ersten von zwei Trainingseinheiten
in der Lage waren, eine Basiskata zu zeigen.
In einer zweiten Trainingseinheit lernten die Karateka weitere Techniken, zum Beispiel den
frontalen Angriff aus der Ziehbewegung des Schwertes heraus, und das Führen der Waffe
von oben und zur Seite. Beeindruckend war, wie mit kleinsten Veränderungen der
Fußstellung die Richtung des Angriffs variiert werden kann. Auch das Begrüßungsritual der
Samurai und die Bedeutung der einzelnen Bewegungen durften die Karateka ausprobieren.
Dieses Ritual ist dem des traditionellen Karate sehr ähnlich, wobei hier jedoch keine Waffe
benutzt wird. Beim gemeinsamen Training sind allen beteiligten immer wieder
Zusammenhänge zwischen den beiden Stilrichtungen Karate und Iaido aufgefallen.
Zum Abschluss des gemeinsamen Nachmittags zeigten die Trainingsleiter Stefan und Klaus
noch einige höhere Kata (Form), deren korrekte Ausführung genau wie im Karate
jahrelanges Training erfordert, darunter auch Partnerkata die beim Iaido erst ab „Dan
Niveau“ Trainiert werden.
Klaus und Stefan haben sich sehr über das rege Interesse und die Gastfreundschaft und
über das aktive mitmachen aller Beteiligten, besonders der Jüngsten Teilnehmer, gefreut .
Jeder der gerne mehr über das Traditionelle Iaido wissen möchte kann sich jederzeit auch
auf https://www.esaka-dojo-muenster.de informieren.

Karateinteressierte finden unter www.sc-reckenfeld.de oder www.kamakura-warendorf.de
weitere Informationen und sind jederzeit zu einem unverbindlichen Probetraining eingeladen.

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