Bestnote für Oliver Erdtel bei Braungurt-Prüfung

Am vergangenen Wochenende konnten gut 70 Karateka aus der ganzen Bundesrepublik wieder einmal aus erster Hand von Akio Nagai Shihan (9. Dan) lernen. Das heimische Karate-Dojo Kamakura war mit seinem Sensei (Trainier) Markus Boy (4. Dan) und fünf Schülern nach Aalen in Baden-Würtemberg gereist. Der Bundestrainer des S.K.I.D. (Shotokan Karate International Deutschand) verstand es, die drei Elemente Kihon (Grundtechniken), Kumite (Kampfübung) und Kata (Form) so interessant miteinander zu verbinden, dass die Zeit wie im Flug verging. Dabei hob Nagai Shihan noch einmal besonders das Kihon als Basis hervor und verglich es mit dem Fundament eines Hauses.

Nach der Erwärmung am Samstag wurden zunächst einfache Zuki (Schlagtechniken) sowie Geri (Tritttechniken) trainiert. Dabei wurden immer wieder Hinweise zur allgemeinen Verbesserung gegeben. Die Techniken wurden im weiteren miteinander kombiniert, um auf komplexe Situationen vorzubereiten. Geübt wurden diese Kombinationen auch sogleich mit einem Partner, mit dem man sich messen und gegenseitig anspornen konnte. Nach einer kurzen Pause wurde die Gruppe dann getrennt. Eugen Landgraf Sensei (8. Dan) übernahm die Gruppe der Schwarzgurte, Antonio Cerferino (6. Dan) die Farbgurte. In beiden Gruppen wurde das Formenlaufen (Kata) thematisiert. Im Schülerbereich (Kyu-Grade) wurde der Schwerpunkt auf die für die jeweils nächste Gürtelprüfung benötigte Form gelegt, im Meisterbereich (Dan-Grade) auf korrekte Technik. Hierbei wurde jeder einzelne Schritt nach und nach erläutert und geübt. Da strömen an einem Wochenende sehr viele Informationen auf die Übenden ein, die es gilt, mit ins heimische Dojo zu nehmen.

Nach einer weiteren kleinen Pause begannen die Prüfungen bis zum Braungurt. An diesen nahm auch Oliver Erdtel teil und zeigte seinen Trainingsfortschritt in der Prüfung zum 2. Kyu (zweiter Braungurt). Er bekam für seine Leistung die Bestnote A, die bei der anschließenden Abendveranstaltung gebührend gefeiert wurde.

Am Sonntag morgen wurden erneut die drei Trainingselemente gelehrt. Im Kumite bis zum Freikampf, hier als Randori (Trainingskampf) ausgeübt, um das erlernte ohne Wertung in die Anwendung zu bringen. Ein letztes Mal wurden die Gruppen getrennt, um noch einmal entsprechend des Lernstandes der Schüler Kata zu üben. Im oberen Bereich wurden die vier für den Wettkampf wichtigen Kata in ihre Einzelschritte zerlegt. Das ganze sicher schon vor dem Hintergrund den in zwei Wochen in Ostbevern stattfindenden Deutschen Meisterschaft.

Sollten Sie Interesse an der Kampfkunst Karate haben, dann stehen unsere Türen jederzeit zum Mitmachen offen. Trainingsorte und -zeiten sind unter www.kamakura-warendorf.de und beim örtlichen Sportverein www.screckenfeld.de einzusehen. Es wird lediglich leichte Sportkleidung benötigt.