Robin Graes aus Nottuln verstärkt Regionalliga-Team

Die Sportkegler des SC Reckenfeld haben mit Blick auf das „Abenteuer Regionalliga“ zwei wichtige Planungsschritte nach vorne gemacht: Zum einen erhielt der Oberliga-Meister vom Verband grünes Licht, für ein Jahr auf den Kegelbahnen im Irodion spielen zu dürfen. Zum anderen gibt es die erste personelle Verstärkung für den Aufsteiger. Mit dem Nottulner Robin Graes wechselt eines der wohl hoffnungsvollsten Kegeltalente der Region zum SCR. Obwohl gerade erst 16 geworden, zählte er in der abgelaufenen Saison schon zu den absoluten Leistungsträgern bei Reckenfelds Liga-Konkurrent DJK Grün-Weiß Nottuln. Im Februar wurde Graes in Dortmund Westfalenmeister bei den A-Jugendlichen, bei den folgenden NRW-Titelkämpfen verpasste er als Sechster knapp die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften.

„Robin ist ein ehrgeiziger Spieler mit Riesenpotenzial, der trotz seiner Jugend technisch kaum Schwächen hat und der sich auch auf unterschiedliche Bahnen gut einstellen kann“, sagt Reckenfelds Björn van Raalte über seinen künftigen Mannschaftskollegen. Der punktbeste Spieler der abgelaufenen Oberliga-Saison warnt jedoch davor, den Neuzugang zu sehr unter Druck zu setzen: „Er muss noch lernen, damit umzugehen, wenn es mal nicht so gut läuft. Deshalb erhoffen wir uns von ihm, dass er bei allem Ehrgeiz auch immer die nötige Lockerheit bewahrt. Dann wird er uns automatisch schon sehr weiterhelfen.“

Für Robin Graes bedeutet der Wechsel zu einem neuen Verein und in eine höhere Liga nicht nur eine neue sportliche Herausforderung, sondern auch einen erheblichen logistischen Aufwand. Schließlich ist er als 16-Jähriger auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um zum Training oder zu den Meisterschaftsspielen von Nottuln nach Reckenfeld zu kommen. Den Ausschlag für den SCR und gegen andere interessierte Vereine gaben das Mannschaftsgefüge und die sportliche Perspektive, die er durchaus ambitioniert formuliert: „Ich komme nicht hierher, um bloß gegen den Abstieg zu spielen“, sagt Graes. Wenn es gut laufe, sei vielleicht ein sicherer Mittelfeldplatz in der Regionalliga möglich.

Sollte das gelingen, wird sich an der Infrastruktur für die Reckenfelder Kegler etwas ändern müssen: Für die Regionalliga schreibt der Westdeutsche Kegler-Verband eine Anlage mit vier Bahnen vor. Die Sondergenehmigung für das Spiel auf einer Zwei-Bahnen-Anlage, die der SCR inzwischen erhalten hat, gilt zunächst nur für eine Saison.

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